PandaCleaner Kaminscheibenreiniger und Rußentferner

Eine Kaminscheibe, die nach zwei Abenden schwarz ist, hat selten ein Reinigungsproblem. Sie hat meistens ein Verbrennungsproblem. Deshalb lohnt es sich, beides anzuschauen: wie du sie sauber bekommst - und wie sie länger sauber bleibt.

Warum die Scheibe schwarz wird

Ruß auf der Scheibe ist unverbrannter Brennstoff. Er entsteht immer dann, wenn das Feuer zu kühl brennt oder zu wenig Luft bekommt. Die typischen Ursachen:

  • Zu feuchtes Holz. Der größte Einzelfaktor. Holz sollte unter 20 % Restfeuchte haben. Frisches Holz verbraucht einen großen Teil der Energie darauf, sein eigenes Wasser zu verdampfen - die Temperatur bleibt unten, es rußt.
  • Zu wenig Luft. Wer den Ofen über Nacht „würgt“, indem er die Luftzufuhr zudreht, bekommt am nächsten Morgen eine schwarze Scheibe und braunes, klebriges Rauchharz.
  • Scheibenspülung blockiert. Die meisten modernen Öfen führen einen Luftstrom an der Scheibe entlang, der den Ruß fernhält. Liegt ein Holzscheit direkt an der Scheibe oder ist der Luftspalt zugesetzt, funktioniert das nicht mehr.
  • Falsches Anzünden. Von unten angezündet qualmt es deutlich länger als beim Anzünden von oben.

Braune, klebrige Stellen sind übrigens kein Ruß, sondern Rauchharz - kondensierte Holzgase. Die gehen mit trockener Asche nicht weg.

Das Asche-Hausmittel: was es kann, was nicht

Der bekannteste Tipp: feuchtes Zeitungspapier in kalte Holzasche tunken und die Scheibe damit abreiben. Das funktioniert tatsächlich - Asche enthält Kaliumcarbonat, das mit Wasser leicht alkalisch reagiert und Fett anlöst.

Zwei Einschränkungen:

  1. In der Asche sind auch harte, unverbrannte Partikel. Auf Kaminglas (Ceranglas) macht das meist nichts, aber es ist eine mechanische Reinigung mit Schleifwirkung, keine chemische.
  2. Bei eingebranntem Rauchharz kommt man damit an eine Grenze und schrubbt dann lange.

Und man sollte es nicht auf den Dichtungen und lackierten Ofenteilen anwenden.

Der schnellere Weg

Ein spezialisierter Reiniger löst Ruß und Rauchharz chemisch, statt sie abzureiben. Unser Kaminscheibenreiniger wird unverdünnt aufgesprüht und braucht dann 5 bis 10 Minuten Einwirkzeit - in dieser Zeit macht er die Arbeit, die du sonst mit dem Arm machst.

Vorgehen:

  1. Ofen muss kalt sein. Nicht auf die warme Scheibe sprühen - das Mittel verdunstet sofort und die Scheibe kann durch den Temperaturunterschied Schaden nehmen.
  2. Großzügig aufsprühen, bei starker Verschmutzung ein durchtränktes Papiertuch auflegen, damit es nicht abläuft.
  3. 5 bis 10 Minuten warten.
  4. Mit Papier oder einem Tuch abnehmen.
  5. Mit klarem Wasser nachwischen und trocken polieren, sonst bleiben Schlieren.

Wichtig: Nicht konzentriert auf Aluminium- und Zinküberzüge auftragen. Und halte die Dichtungsschnüre möglichst frei - die Glasfaserdichtung saugt Flüssigkeit auf.

Was du nicht nehmen solltest

  • Stahlwolle, Ceranfeldschaber, Scheuerschwamm. Kaminglas ist hart, aber nicht unzerstörbar - und jeder Kratzer wird beim nächsten Mal zur Rußfalle, weil sich der Schmutz darin festsetzt.
  • Backofenspray. Zu aggressiv für Dichtungen und lackierte Teile.
  • Wasser auf die heiße Scheibe. Thermischer Schock.

Damit sie länger sauber bleibt

  • Von oben anzünden. Anzündholz und Anzünder oben auf den Stapel, nicht darunter. Das Feuer brennt sich nach unten durch, die Gase ziehen durch die Flamme und verbrennen mit. Deutlich weniger Qualm in der Anzündphase - und genau in dieser Phase entsteht der meiste Ruß.
  • Luft in der Anheizphase weit auf. Erst wenn das Feuer richtig läuft, zurücknehmen - und nie ganz zu.
  • Holz nicht an die Scheibe legen. Ein paar Zentimeter Abstand, damit die Scheibenspülung arbeiten kann.
  • Kleinere Mengen häufiger nachlegen statt den Brennraum vollzustopfen.
  • Nur trockenes, unbehandeltes Holz. Kein Restholz mit Lack oder Leim - das ist ohnehin verboten und verrußt massiv.

Ein Feuchtemessgerät für Brennholz kostet wenig und beantwortet die wichtigste Frage in zwei Sekunden.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Scheibe reinigen?

Bei gutem Betrieb reicht alle ein bis zwei Wochen. Wenn du jeden Tag putzen musst, liegt es am Brennverhalten, nicht am Reiniger.

Die Scheibe hat einen milchigen Schleier, der nicht weggeht.

Das ist meist eingebrannter Belag oder eine chemische Verätzung der Oberfläche, die durch sehr lange Hitzeeinwirkung entstanden ist. Ein Reinigungsversuch mit Einwirkzeit lohnt sich, aber wenn das Glas selbst angegriffen ist, hilft nur Austauschen. Ersatzscheiben gibt es beim Ofenhändler nach Maß.

Funktioniert der Reiniger auch für den Grill?

Fett- und Rußrückstände auf Metall, Keramik und Glas löst er ebenfalls. Auf Aluminium und Zinküberzügen aber nicht konzentriert anwenden.

Muss ich Handschuhe tragen?

Handschuhe und gute Lüftung sind bei jedem Kraftreiniger sinnvoll. Beachte die Hinweise auf dem Etikett.


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